„Das Haus Morell“ von Penny Vincenzi (Rezension)

Heute melde ich mich nochmals mit einem Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise von Bloggerportal und Goldmann zur Verfügung gestellt wurde. Dafür nochmals ganz herzlichen Dank!

INHALT
Das Buch erzählt die Geschichte der Upper-Class-Familie Morell, denen auch das gleichnamige, weltbekannte Luxus-Kosmetik-Imperium gehört. Oder besser gesagt gehört es dem Patriarchen Julian Morell. Die Geschichte beginnt, als Julian stirbt und sein Testament verlesen wird. Als Leser sitzt man sozusagen mit in der Kanzlei und wohnt der Testamentseröffnung bei Drinks und mit viel Allüren aller Anwesenden bei. Denn hier ist die ganze Familie zusammengekommen, nebst Freunden und Weggefährten Julians. Keiner der Anwesenden ahnt jedoch, wieviel Sprengstoff dieses Testament enthält: Denn Julian hat einen bedeutenden Anteil seiner Firma einem völlig Fremden vermacht. Wer ist dieser Fremde? Und was hat er mit den Morells und ihrer Familiengeschichte zu tun?

MEINUNG

Ich muss sagen, dass ich dieses Buch mit gemischten Gefühlen gelesen habe. Auf der einen Seite habe ich von Anfang an nicht recht in die Geschichte gefunden. Das hat glaube ich mit dem sehr ausschweifenden Schreibstil der Autorin zu tun. Zum anderen bin ich leider bis zum Schluss mit keiner der Figuren wirklich warm geworden, obwohl ich mir dies sehr gewünscht habe. Oftmals fand ich die Figuren ein bisschen unnahbar. Wir lernen dabei natürlich nicht nur Julian kennen. Mit von der Partie sind auch seine Ehefrau, seine Geliebte, seine höchst ehrgeizige Tochter Roz, sowie seine Mutter und viele andere Weggefährten. Leider habe ich keine Figur gefunden, mit der ich mich wirklich identifizieren konnte. Positiv fand ich aber die sehr glamourösen Upper-Class-Vibes, die mich sehr an Serien wie „Denver-Clan“ erinnert haben. Diese Saga nimmt uns mit in eine ganz eigene Welt aus Luxus, Champagner, Intrigen, Leidenschaft und spannenden Verwicklungen. Dabei begleiten wir die Familie um Oberhaupt Julian von den 40ern bis in die 80er Jahre und diese Zeitreise ist wirklich insgesamt sehr spannend zu erleben. Alles in allem hat das Buch eine tolle Handlung und großartige Glanz-und-Glamour-Vibes. Aufgrund der Längen und des ausschweifenden Schreibstils der Autorin war es aber nicht immer ganz einfach zu lesen für mich (beziehungsweise habe ich mich öfters dabei ertappt, dass ich nicht immer mit fliegenden Fahnen zu diesem Buch greifen wollte). Nichtsdestotrotz muss man aber festhalten, dass dieses Buch wahnsinnig viel Flair und trotz einiger Schwächen sehr viel gute Unterhaltung mitbringt. Von mir gibt es für „Das Haus Morell“ eine Empfehlung für alle, die einen langen Atem beim Lesen haben (denn das Buch hat über 1000 Seiten!) und die den Luxus-Lifestyle von Serien wie „Denver-Clan“ lieben.

*Werbung, da mir dieses Buch zu Rezensionszwecken kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.*